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Akranes - Einöde

Keine Ahnung warum diese Stadt im Reiseführer erwähnt wird

Am Morgen lacht die Sonne. Dank der fast stetig verfügbaren WI-FI Anbindung wissen wir, dass wir mit der heutigen Fahrt Richtung Süden, das Schönwettergebiet verlassen werden. Aus diesem Grund haben wir es nicht eilig. Wir reinigen das Zelt und trocknen alle Sachen nochmal in der Morgensonne. Das heutige Ziel ist am Morgen noch nicht klar bestimmt. Zunächst können wir die Landschaft bei bestem Wetter genießen. Nach 30km verdunkelt sich der Himmel und der Scheibenwischer kommt zum Einsatz. Die Landschaft ist ungewohnt unspektakulär. Erst in Borgarnes an der Westküste legen wir eine Kaffeepause ein. Borgarnes war ein potenzielles Ziel. Uns gefällt es hier nicht wirklich. Wir recherchieren während des Kaffees nochmal im Reiseführer.

Hier wird Akranes etwa 30km südlich erwähnt. Es soll „Ein nettes Städtchen“ auf der Spitze einer Landzunge sein. Das haben wir für den letzten Abend auf Island gesucht. Was wir jedoch vorfinden ist alles andere als schön. Schon am Ortseingang empfangen uns unzählige Wohnblöcke. Die Stadt hat zwar über 5000 Einwohner, aber scheinbar nur 2 Restaurants und ein Café. Auf den Straßen sind kaum Menschen zu sehen. Obwohl direkt am Meer, hat man kaum Zugang zum Strand, da entweder widerlich stinkende Fischfabriken oder große Privatgrundstücke den Weg versperren. Wir haben leider während der letzten Kaffeepause das Zimmer online gebucht, sonst wären wir sofort geflüchtet.

Das Hostel sieht von außen auch nicht gerade einladend aus und der Empfang erst ab 17.00 Uhr geöffnet. Wir laufen noch eine kurze Entdeckungsrunde,  entdecken jedoch gar nichts. Grisu muss in der Nähe des Hafens schon würgen. Der Fischgestank ist wirklich penetrant.

Zum Glück entpuppt sich das Hostel im Inneren als echte Perle. Nach draußen zieht uns nichts mehr.

Akranes kann man wirklich aus dem Reiseführer streichen.

Wir freuen uns auf morgen. Unser Flug geht erst um 00.50 Uhr am Samstagmorgen, womit wir noch den ganzen Tag in Reykjavik herumbummeln dürfen.

Island war wirklich ein Kracher. Wir werden bestimmt nochmal wiederkommen und den Nordwesten erkunden.

Vielen Dank für eure Kommentare und Grüße. Wir hoffen ihr hattet Spass.

Grisu & Dirk

Im Laufe der nächsten 14 Tage werde ich den Reisebericht überarbeiten und ergänzen. Dann kommen noch die Bilder von Andrea, Michael und Uwe hinzu. Weiterhin habe ich diesmal sehr viel gefilmt. Den Zusammenschnitt werde ich auch online stellen.