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Saynsteig - Bendorf Sayn

Unsere Bewertung: Bewertung

Saynsteig abgewertet

Nach einem Kommentar von Helmut sehen wir uns veranlasst, unsere Bewertung zu revidieren.

Helmut schrieb:

Hallo! Wir sind heute diesen Traumpfad Saynsteig gegangen. Die passende Bezeichnung ist aber AlbtraumWanderautobahn SaynGeschotterter Weg. Der Weg, besser die Wanderautobahn, besteht zu mindestens zwei Drittel aus geschotterten, 2m breiten Wegen, die meine Oma mit dem Rollator fahren könnte. Da nutzten auch die etwa 5km vernünftigen Pfade nichts. Dieser Weg war das schlimmste was wir in den letzten Jahren gegangen sind. Wer diesen Albtraum mit 6 Stiefeln bewertet ist unseres Erachtens unglaubwürdig, gekauft oder verwirrt. (Ist nicht nett was ich schreibe aber harmloser können wir es nicht ausdrücken, ist schon die deutlich abgeschwächte Version.) Von uns bekommt dieser Mist allerhöchstens 2 Stiefel.

Unsere Antwort:

Hallo Helmut.
Huch! Erstmal danke für den Kommentar.
"unglaubwürdig, gekauft oder verwirrt" sind wir eigentlich nicht, deshalb bin ich ganz überrascht von deiner Bewertung.
Wir werden den Saynsteig nochmal prüfen, bis dahin setze ich die Bewertung erstmal auf 3 Stiefel herunter.
Sieht so aus als hätte das herbstliche Laub, die Schotterwege abgeschwächt.
Ich habe deinen Kommentar mal in einen Kasten über unseren Bericht gesetzt, um damit die Herabstufung zu begründen.

Vielen Dank und herzliche Grüße
Dirk

01
Nov.
2011

Wirklich ein Traumpfad, der Saynsteig

Heute laufen wir nicht alleine. Mit Steffi, Liv, Jens und Andi werden wir den Saynsteig beschreiten. Der 15.3km lange Rundweg gehört zu den ausgewiesenen Traumpfaden der Webseite www.traumpfade.info , wo man sowohl ausführliche Informationen als auch den Routenverlauf per GPS Tracklog aus dem Interaktiven Routenplaner erhalten kann. Die Schwierigkeitsgradeinstufung „Schwer“ sollte nicht abschrecken. Liv, unsere jüngste Begleiterin, hatte keine Probleme.

Statistik

Länge:15.44 km
Gesamtaufstieg:540 m
Gesamtabstieg:554 m
GPX Datei:
Download zum Nachwandern. 
Karte, Höhenprofil, GPS Track

Wegbeschreibung

Wir folgen der Beschreibung, und starten am Schloss Sayn, wo auch direkt der kostenlose Parkplatz liegt. Hier stellt sich die erste Aufgabe für unser GPS, da nicht ganz klar ist, wo der Weg beginnt. Etwas verdeckt entdecken wir am hölzernen Treppenaufgang zur Schlosskaffeeterrasse eine Markierung. Tatsächlich führt der Weg über diese und schlängelt sich von hier aus hoch zur Burg Sayn. Wir wählen diese Laufrichtung, da so die Einkehrmöglichkeit am Meisenhof zum Ende der Wanderung besteht.

Vom Burghof hat man einen schönen Ausblick auf die Umgebung. Der Weg führt uns über schmale Pfade wieder den Berg hinunter, hinein den herbstlichen Wald. Weiter über reine Fußwege erreichen wir nach kurzem Aufstieg auf die Oskarhöhe einen weiteren Aussichtspunkt, von wo wir ins idyllische Tal blicken können. Der Wald präsentiert sich in allen Farbnuancen des Herbstes. Immer wieder führt die Strecke über verschlungene Trampelpfade. Wirtschaftswege werden vermieden.

Wir erreichen Stromberg, wo wir kurz ein Wohngebiet durchqueren. Ein Highlight ist das Brexbachtal, dass wir, dem verschlungenen Verlauf des Brexbach folgend, durchqueren. Eine wunderschöne, naturbelassene, fast schon wilde Bachauenlandschaft macht das Wandern zum Genuss. Nun folgt ein Aufstieg hoch zum Pulverberg. Die Wegweiser kündigen schon unser nächstes Zwischenziel an. Den Nachbau einen Römerturms. Wir befinden uns hier auf dem Verlauf des Limes. Über schmale, teilweise felsige Serpentinen erreichen wir schließlich den Turm.

Nach einer kurzen Besichtigung, drängt Steffi zum weitergehen. Der Meisenhof ist nicht mehr weit. Mittlerweile hat die Sonne endlich, die Wolkendecke durchstoßen. Leider liegt der Biergarten schon im Schatten. Heute ist Schlachtfest, was zur frischen Bratwurst mit Kartoffelpüree und Sauerkraut verführt. Ich bevorzuge warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne. Der ist leider aus der Retorte, schmeckt aber trotzdem.

Noch eine Runde mit Liv auf dem Kinderkarussell, wobei mir prompt schlecht wird, dann ist es Zeit zum Aufbruch. Mittlerweile ist es kühl geworden. Wir sind froh, dass der Weg zunächst über freies Feld führt, so dass uns die Abendsonne noch etwas wärmen kann. Es folgt der Abstieg nach Sayn. Respekt an Liv, die 15km ohne Murren überstanden hat.

Fazit

Wie man der Beschreibung entnehmen kann, sind wir von diesem Wanderweg vollends überzeugt. Markierung, Wegverlauf und Qualität sind beispielhaft. Die Burg Sayn, das Brexbachtal und der Römerturm machen die Tour noch interessanter. Ohne Einschränkung zu empfehlen.

Bilder zur Tour