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6 Tag - Hinauf zur Forstalpe

Nachdem wir Neujahr auf der Hütte verbracht haben, soll es heute hinauf zur Forstalpe gehen. Der Aufstieg entspricht bis zum Forstofen der „Kleinhinterberger Runde“, führt anschließend noch einen Kilometer weiter hinauf zur Forstalpe auf 2034m üNN.

Wolkenfreier, blauer Himmel am Morgen verspricht einen herrlichen Wandertag. Trotz Minusgrade lässt die Sonne den Schnee antauen, womit dieser etwas schwerer zu begehen ist. Eine Nebelschicht liegt über dem Tal, was verbunden mit der tiefstehenden Wintersonne eine atemberaubend schöne Lichtstimmung über die Landschaft zaubert.

Während des Aufstiegs halten wir immer wieder an und können uns an der Fernsicht gar nicht satt sehen. Im Gegensatz zu den vorherigen Tagen sind wir etwas warm angezogen. Die Alpe ist unterhalb des Forstofens annähernd schneefrei. Die angenehme Wärme und der freie Zugang zum Futter lockt auch Gemsen und Rehe an. Zunächst erblicken wir einzelne Tiere, erkennen dann in der Ferne eine Herde von ca. 30 Tieren unterhalb des Forstofens. Als wir uns nähern, stoßen die Wächter schrille Warnrufe aus, womit alle Reißaus nehmen und wieder auf Sicherheitsentfernung flüchten. Nach 2h40min und 5km gelangen wir auf die Forstalpe. An einem Wegkreuz legen wir eine Rast ein und genießen die Aussicht.

Wir beginnen mit dem Abstieg. Kurz unterhalb des Forstofens erspähe ich zwei Hörner hinter einem kleinen Hügel. Zum Glück habe ich meine Schneeschuhe noch nicht unter den Füßen, so dass ich mich anschleichen kann und ich die Möglichkeit bekomme, eine unachtsame Gams aus 20m Entfernung zu fotografieren. Glückstreffer.

Wir folgen unseren Spuren zurück bis zur Hütte.

Dieser Tag war ein wundervoller Abschluss für eine entspannende, aber auch erlebnisreiche Woche in den Bergen.

Am nächsten Tag steht uns noch die Fahrt mit dem Auto hinunter ins Tal bevor. Mit Schneeketten, die man hier auf jeden Fall mitführen sollte, stellt sich diese Abfahrt zum Glück als unproblematisch heraus. Ab der Kleinhinterberger Hütte ist die Fahrbahn sogar weitgehend vom hohen Schnee befreit, so dass wir auf einer festen Schneedecke sicher die 1000 Höhenmeter ins Tal meistern.