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Outdoor Kamera mju TOUGH 8010

04
Mai.
2010

Erfahrungsbericht Olympus mju TOUGH 8010

Da erst im Februar 2010 in Deutschland erschienen, konnte ich nur auf wenig Erfahrungsberichte zurückgreifen.

2 Wochen bevor ich meine Reise nach Nepal in die Khumbu Region antrat, entschied ich mich für die Olympus µ [mju] Tough 8010. Da ich nicht Tauche hätte auch die µ [mju] Tough 6020 ausgereicht, war aber noch nicht verfügbar.

Kaufentscheidung

Wichtig für mich war die HD Video Aufnahmefunktion.

Zur Auswahl standen

  • Panasonic DMC-FT2
  • Panasonic DMC-FT1
  • Olympus µ [mju] Tough 6020
  • Olympus µ [mju] Tough 8010

Ausschlaggebend war letztendlich, die für den Outdoor Einsatz durchdachtere Funktionalität der Olympus.

Wichtigstes Merkmal: Die Olympus µ [mju] Tough Serie hat eine interne Ladefunktion, so dass man kein zusätzliches Ladegerät mitschleppen muss. Die Kamera kann über jeden USB Anschluß geladen werden. Dies bedeutet auch, dass bei Anschluß an einen Computer der Akku nicht belastet, sondern sogar geladen wird. Die Nutzung der Kamera während des Ladens ist jedoch nicht möglich.

Damit war es mir auch möglich die Akkus über ein mitgeführtes Solar Ladegerät Solarcard von SIStech zu landen.

 

Erfahrungen im Alltag

Vorab - die Kamera hat sich voll und ganz bewährt.

Bildqualität

Ich bin kein Anhänger des Pixelwahns. 14 Megapixel sind nach meiner Meinung übertrieben. Zum Glück machen sich diese nicht durch übermässiges Rauschen bei schwachem Licht bemerkbar.

90% der Bilder habe ich per Schnellschuss ohne weitere Einstellungen getätigt. Farben und Belichtung überzeugen. Da ich einige Motive auch nochmal mit meiner Canon 400d aufgenonnem habe, konnte ich einen direkten Vergleich mit deren Automatik-Verhalten ziehen. Die Bilder der mju sind sogar in der Farbechtheit und Kontrast teilweise besser.

Video

Die Videoqualität und das Handling sind sehr überzeugend. Seit 12 Jahren ist Videofilmen mein Hobby. Wobei ich eine Sony DCR TVR950E verwende.

Lichtstärke und Farben haben mich bei so einer kleinen Kamera sehr angenehm überrascht.

Besonders gut und überaus wichtig ist der Bildstabilisator, da man kaum Massenträgheit erfährt. Es ist tatsächlich ohne große Anstrengung möglich, verwacklungsfreie Schwenks mit dem kleinen Gerät hinzubekommen.

Witterungsbeständigkeit & Staub

Wie auch die Akkus wurde die Kamera durch Minusgrade im Bereich -10Grad C nicht beeinträchtigt. Extreme Kondensfeuchtigkeit in den Zimmern und der stetige Staub während der Tour fanden keinen Weg in das Gehäuse.

Die Touch Control

Zu Anfang als ein Gimmik abgetan, war das Ansteuern der Aufnahme-Modi und Kameraeinstellungen per Gehäuseklopfen mit Handschuhen sehr praktisch.

Stromversorgung

Während der Tour habe ich gelegentlich Internet Cafes aufgesucht, um kleine Berichte mit Photos ins Netz zu stellen. Dank der internen Ladefunktion wurde die Kamera gleichzeitig geladen.

Ein Anschluß an einen Powertank von SISTECH war ebenfalls kein Problem und der problemlose Betrieb mit dem bei der SOLARCARD mitgelieferten Netzteil mit USB Anschluß ersparte mir das Mitführen des Olympus Netzteils.

Akkulaufzeit

Ich hatte zwei original Akkus mit.

Zu meinem Schrecken musste ich nach 2 Tagen (ca. 80 Photos und 10min Video) schon den Akku wechseln. Anschließend habe ich die Autoblitz-Funktion in allen Programmen und die Bildansicht nach der Aufnahme ausgeschaltet. Gerade die Autoblitzfunktion ist ein Stromfresser. Mit dieser Konfiguration hielt ein Akku für mehr als 300 Bilder und weitere 30min HD-Video. Eine Beeinträchtigung der Kapazität durch Minustemperaturen konnte ich nicht feststellen.

Robustheit

Am ersten Tag viel die Kamera mit Schwung aus ca. 1.30 Meter Höhe auf Laminat.

Sie hat es überlebt. Am Vollmetalgehäuse war kein Kratzer.

Schwächen und Auffälligkeiten

Innenaufnahmen bei wenig Licht.

Eingeschränkte Lichtempfindlichkeit ist ein verbreitetes Problem bei Outdoor Kamers. Logisch, da die Objektive nochmal durch ein zusätzliches Glas geschützt sind. Der dann zugeschaltete Blitz erschien mir etwas schwach. Auch im Innenaufnahme (Party) Modus war die Reichweite max. 3m.

Autofocus

Ungewohnt ist das mögliche Auslösen, obwohl der Autofocus noch nicht scharfgestellt hat. Bei eiligen Schnappschüssen werden diese natürlich unscharf. Ich habe das nochmal überprüft. Bei meiner alten Sony Cyber-shot ist das nicht möglich.

Nach meinem Empfinden ist der Autofocus im Vergleich zu mir bekannten Kameras ziemlich schnell. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen.

Panorama Bild Funktion

Die automatische Panoramabild Funktion ist nicht zu Gebrauchen. Die manuelle Erstellung ist hingegen sehr einfach, mit tollen Ergebnissen, auszuführen.

Gewicht

Die Kamera wirkt aufgrund ihrer robusten Metallbauweise mit 210g inkl Akku relativ schwer.

LED Hilfslicht

Leider ist es nicht als Videoleuchte im Videomodus einzuschalten.
Kann man auch bei ausgeschalteter Kamera als Notfall Taschenlampe verwenden.

Fazit

Ich betrachte die Olympus als momentan beste Outdoor Kamera.

Die Entwickler haben wirklich nachgedacht.

Von 378 Bildern sind nur 6 nicht verwendbar. Was will man mehr.

Bilder zur Ansicht

Von der Bildqualität könnt ihr euch auf den Seiten meines Reiseberichts Nepal 2010 überzeugen. Erkennen könnt ihr die Photos an dem 4:3 Format der Miniaturbilder. Alle anderen Bilder 3:2 wurden mit einer Canon 400d oder einer Pentax K200D (teilweise mit Polfilter) aufgenommen.

Die Videos habe ich vom .mp4 ins Flash .flv konvertiert und stark komprimiert. Sie zeigen lediglich die hervorragende Arbeit des Bildstabilisators.