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14.2-17.2 Mt Cook Village

16
Feb.
2009

15-16.02 Mueller Hut

SmileyFIRST!!  Greetings to the KIWI-PARTY. We hope you had a good time.

Here are some photos of you in the hut and when leaving it.

Greeting from Germany

Grisu & Dirk

Auf der Mueller Hut lernten wir eine Gruppe Kiwis kennen, mit denen wir die Webseitenadressen austauschten.

Wer mal sehen möchte wie gut die drauf sind, hier der Link.

www.tac.gen.nz/boots.htm

Eine beindruckende Liste von Touren.

Mueller Hut - Trail mit Übernachtung

Wir sind wieder unten.

We are the lucky ones. Himmliches Wetter beim Aufstieg und Abstieg. 2 Stunden nachdem wir auf der Hütte angekommen sind, geht die Welt unter. Schon der Gang zum extern gelegenen Klohäuschen ist ein Abenteuer. Regen und 60km/h Wind, in Boen bis 80km/h fegen von 16.00 Uhr bis spät in die Nacht um die Hütte.


Jetzt aber von Anfang an.

Erster Tag - Aufstieg

Wir stehen früh auf, nochmal duschen, Brote schmieren und los. Mit dem Auto fahren wir zum Parkplatz White Horse Hill Campingground. Von hier folgen wir dem Kea Point Track, von dem der Sealy Tarns Track (Tarn = Tümpel) steil abzweigt. Jetzt ist Schluß mit lustig. 1000 Höhenmeter auf 5.5km. Bis zu den Sealy Tarn begegnen uns noch eine Menge Wanderer. Dort angekommen, machen wir eine erste Pause. Wir liegen gut in der Zeit. Ich komm aus dem Knipsen nicht mehr heraus. Der Gipfel des Mt Cook liegt noch in Wolken.

Während die anderen Wanderer den Abstieg beginnen, geht es für uns weiter rauf. Der größte Teil des Weges erfordert ein gekracksel über Felder aus oftmals mannshohen Felsen. Der Wind frischt auf, es wird kälter. Sporadisch begegenen wir absteigenden Gruppen. Manch einer hat Joggingschuhe an, was man nur mit einem Kopfschütteln quittieren kann. Zum Ende des steilen Teils ist nochmal ein steiler 150m Geröllhang zu bewältigen, dann erreichen wir einen Sattel von dem aus wir in 2 Täler schauen können.

Hier beginnt der extrem windige Teil. Im Schutz eines Fels machen mir nochmal Pause, um anschließend die letzten mühsamen 1.5km zur Hütte in Angriff zu nehmen. Die Rücksäcke wirken wie Segel, so daß einige Windboen uns beinahe von den Beinen hauen. Naß werden wir auch. Jedoch nicht durch Regen, sondern durch Niederschlag, der durch verwehten Schnee von den umgebenden Gipfen entsteht. Die Hütte kommt in Sicht. Wir bahnen uns die letzten Meter durch die unwegsamen Felsen. Ziel erreicht.

Mit "Hello", "Hey" und "Hi" werden wir von den bereits Anwesenden empfangen. Ein Gruppe älterer Kiwi (1 Mann 6 Frauen) haben hier schon alles im Griff.

Ausnahmsweise nur ein Deutscher, der Rest ausnahmslos Israelis, die sporadisch innerhalb von 2 Stunden eintrudeln. Als sich alle schon eingerichtet haben und es draußen zu regnen und stürmen beginnt. Öffnet sich die Tür und 3 völlig durchnäßte Dänen stehen vor uns. Diese werden von den Kiwis erstmal bemuttert.

Leider können wir nicht auf der Terrasse sitzen. Man lernt sich kennen - Fachgespräche über Merinowolle mit den Kiwis, staunen über unsere Mammut-Klamotten (die findet man hier in keinem Laden) und "Where you are from". Der Wetterbericht für den nächsten Tag wird über das Funkgerät durchgegeben. "Showers clearing in the early morning". So vergeht die Zeit im Fluge um. Noch Abendessen und flugs ist es 22.30Uhr.

Schnell nochmal auf Toilette. Grisu und ich verpacken uns wasserdicht, setzen unsere Stirnlampen auf und bahnen uns den Weg durch den Sturm zum Klohäuschen.

Aufgrund der Wetteraussichten, planen wir lange zu schlafen. Um Gewicht zu sparen, teilen wir uns einen Schlafsack. Gute Nacht.

zweiter Tag - Abstieg

Plötzlich ein Schlag auf meine Beine. Ich weiß gar nicht was passiert. Der Deutsche steht vor mir "Sieht super aus, müßt ihr sehen". Ich schau auf meine Uhr: 6.30 Uhr.

Er meint den Sonnenaufgang, den wir wegen dem Wetterbericht eigentlich abgehakt haben. Wir quälen uns aus dem Bett und gehen auf die Terrasse. Hier ist Party. Alle warten auf den Sonnenaufgang.

Super Wetter.

Ok, wenn wir schon wach sind. Kaffee machen und frühstücken.

Mit schrecken stellen wir fest, daß nun doch Wolken aufziehen. So machen wir uns auf den Weg. Wieder mit Glück gesegnet, bleiben Wind und Regen aus. Nach dem Sattel wird es wieder freundlicher und wir haben nochmal tolle Ausblicke. In den europäischen Alpen müßte man mindestens 1000m höher sein, um vergleichbare hochalpine Kulisse, Wetterverhältnisse und Atmosphäre zu erleben. Hier sind es 1800m.

Nach 3 Stunden erreichen wir unser Auto. Da wir uns beim Department of Conservation rückmelden müssen, nehmen wir die Gelegenheit wahr und gönnen uns ein lecker Speights im Café nebenan (Ätsch Jörg ! Diesmal nicht wegen Waldbrand geschlossen.)

2 Tage schönes Wetter. Dieses Jahr können wir unser Glück nicht fassen.

Super Tipp von Kerstin und Rodney.

Jetzt geniessen wir die restliche Zeit in der Top-Jugendherberge und werden noch mit einem Bergglühen belohnt.

Diese Nacht verbringen wir in einem vierer Schlafzimmer, daß wir uns mit zwei Asiatinnen teilen. Die beiden haben eben beinahe die Küche abgefackelt und den ganzen Bereich unter Rauch gesetzt. Wenn die Sprinkleranlage angesprungen wäre - so wie die Herbergsangestellten umhergelaufen sind, sehr wahrscheinlich - gäbe es jetzt zwei Asisaten weniger. Das hätte ich persönlich mit meinem Taschenmesser erledigt. Witzig - Alle schauten mit Unbehagen zur Decke.

 

Morgen geht´s nach Christchurch. Dort verbringen wir die letzten 2 Tage.

 
14
Feb.
2009

14.2 Dunedin nach Mt Cook

Heute geht´s nach Mt. Cook. Schön frühstücken, missmutig den bewölkten Himmel beäugen, rein ins Auto. Doch was ist das? 50 km nördlich reißt die Wolkenschicht auf, so daß wir die Moeraki Boulders schon bei herrlichsten Wetter "bestaunen" können. 

In Twizel machen wir wie letztes Jahr auf einen Flat White halt und denken an Jörg, der mit uns hier saß. Der Friseur, der letztes Jahr "Gone Fishing" auf der Tür stehen hatte, ist mittlerweile geschlossen.

Bei Lake Pukaki ist der Himmel wolkenlos, so daß wir erkennen, was letztes Jahr unter Wolken und Nebel verborgen blieb. Überwältigend schön. Kein Wunder, daß Möre und Tanja zweimal hierhin gefahren sind. Der Mt Aoraki (Mt Cook) erhebt sich aus der nur 700m üNN hohen Ebene auf 3764 Meter. Eine 3000m hohe, mit Schnee und Eis bedeckte  Wand.

Wir kommen in der wunderbar gelegenen YHA Jugendherberge an.

Jetzt schnell noch die Übernachtung auf der Mueller Hut buchen und wir haben Zeit, beim Anblick der Gletscher diesen Bericht zu schreiben.

Morgen steigen wir auf, so daß der nächste Bericht und hoffentlich eindrucksvolle Photos am 16.2 online stehen.

DER BERG RUAFT.

Grüße Grisu & Dirk

Informationen zur Mueller Hut

Die Mueller Hut liegt auf einem 1800m hohen Plateau.

Keine offizielle Campingzone ist vorhanden.

Die Übernachtung ist kostenpflichtig und anzumelden.

Die Gebühren müssen im DOC-Büro bezahlt werden, wobei gleichzeitig die Anmeldung zur Tour erfolgt.

Aoraki/Mt Cook National Park Visitor Centre

Phone:+64 3 435 1186

Address:
1 Larch Grove
Aoraki/Mt Cook

Es gibt eine Schlafplatzgarantie. Die Personenzahl ist reglementiert.

Internet:

 

department of conservation

Opens external link in current windowMueller Hut

 

Zur Hütte:

Die Hütte wird meistens von einem Volunteer Warden betreut, der den Wetterbericht  und die Tickets überprüft und bearbeitet.

Was man mitnehmen sollte:

Schlafsack

Topf (es gibt jedoch 3-4 Töpfe)

Besteck/Geschirr (ein paar Teller, Tassen und Besteck sind vorhanden. Die blauen Teller sind von uns :-))

Notfall-Lebensmittel für einen weiteren Tag

Eine Plastiktüte als Müllbeutel.

Schlappen oder Crocs sind beim Gang zum Klo sehr hilfreich.

Was man nicht benötigt:

Iso-Matte (Es sind Matrazen vorhanden)

Gaskocher (sind festinstalliert)

Zusätzliches Wasser (es ist ausgewiesenes Trinkwasser vorhanden)

Tipps:

  1. Auf alle Fälle wasserdichte Kleidung mitnehmen. Ich musste meine Regenjacke mehrfach verleihen, damit einige trocken aufs Klo kamen.