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Dolomiten Höhenweg Nr.1

Hüttentour auf der Alta Via Delle Dolomiti No. 1 in 8 Tagen

12
Aug.
2012

Ein Klassiker unter den Bergtouren

Wir sind zurück von unserer 8-tägigen Dolomiten Hüttentour auf dem Dolomiten Höhenweg Nr.1. Die Tour führte uns über 121km vom Pragser Wildsee (Lago di Braies) fast nach Belluno.

Nun möchten wir unsere Erlebnisse und Erfahrungen mit euch teilen.

In einigen Büchern wird die Alta Via delle Dolomiti Nr. 1 mit 12 bis 13 Tagen veranschlagt. Wir haben ein paar vorgeschlagene Etappen zusammengelegt und etwas variiert.


Charakter der Tour

Wer plant den Dolomiten Höhenweg Nr.1 in Gänze zu beschreiten, sollte sich bewusst sein, dass er durch alpines Gelände geführt wird. Man kann die Strecke nicht als einfache Bergtrekking Tour bezeichnen. Damit widersprechen wir wahrscheinlich der einschlägigen Literatur. Auch wenn ca. 98% von Anfängern zu bestreiten sind, können eben die restlichen 2% zum Abbruch der Tour führen. Trittsicherheit und eine gewisse Schwindelfreiheit sollte man mitbringen. Meistens erscheinen einzelne Abschnitte problematischer, als sie letztendlich sind, können jedoch für manchen eine Herausforderung darstellen und Überwindung kosten. Wer es dann geschafft hat, wird vielleicht im Nachhinein meinen, wir hätten zu viel Panik verbreitet. Wir möchten weiterhin versuchen, die Touren auch für Anfänger einschätzbar zu machen.

Wer sich nicht sicher ist, sollte vor allem den Teil zwischen Rifugio Sommariva al Pramperèt und dem Rifugio Pian de Fontana (Etappe 7) überdenken. Auch wenn man so die urgemütliche Rifugio Pian de Fontana nicht erlebt.

Kondition

Besonders mit unserer Etappeneinteilung sollte man eine gute Kondition an den Tag legen.

Die Etappe 7 war unnötig anstrengend. Diese sollte entsprechend anderer Tourenvorschläge mittels einer Übernachtung auf dem Rifugio Sommariva al Pramperèt aufgeteilt werden.

Schuhwerk

Mit Pausen ist man oftmals 8 bis 10 Stunden auf den Beinen. Entsprechend sollte das Schuhwerk gewählt werden. Schuhe der Klasse A (nach Meindl) halten wir für ungeeignet, da die Sohle für den hauptsächlich steinigen Untergrund meist zu weich ist und das Obermaterial oft kaum geschützt ist. Scharfkantige Felsen werden dafür sorgen, dass diese Schuhe kaum 4 Touren dieser Art aushalten. Wir besitzen natürlich auch leichte Wanderschuhe, aber haben schon festgestellt, dass diese uns bei schwereren Gepäck kaum halt bieten.

Trekkingstöcke

Unsere Stöcke haben uns wieder einen guten Dienst während der steilen und langen Abstiege erwiesen und so manche hohe Felsstufe entschärft.

Hinweis zur Gesamtstatistik

Die folgenden statistischen Angaben sind sehr ungenau, da ich die Anzahl der Messpunkte stark reduziert habe.

Wer eine genaue Angabe möchte, kann sich diese GPX Datei: altavia_alles.gpx (1.8MB) für seinen GPX Editor oder Google Earth herunterladen. 

Literatur & Karten

Auf unserer Tour folgten wir der Routenbeschreibung von Ralf Gantzhorn. Wir wählten jedoch eine andere Etappeneinteilung.

Sehr detaillierte Beschreibung der Route und der Wegbeschaffenheit zwischen den einzelnen Hütten. Jedoch keine brauchbare Etappeneinteilung. Manchmal erfährt man mehr als man möchte. Z.B. "Vorsicht Vipern", "Schroffer Grad", "Seilversicherungen".

Grundsätzlich ist der Dolomitenhöhenweg hervorragend markiert und macht somit Karten eigentlich überflüssig. Jedoch geben die Karten auch Auskunft über mögliche Varianten. Besonders die Tabacco Karte 025 deckt das Gebiet ab, in dem ein Stück als weglos klassifiziert ist.