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Schlernhaus - Langkofelhütte

Tour: Schlernhaus - Tierser Alp - Pass Duron - hohe Schneid - Plattkofelhütte - Langkofelhütte

Dank unserer Ohropax haben wir im Lager hervorragend geschlafen. Der Morgen empfängt uns mit wolkenverhangenen Himmel. Heute steht eine 19.5km lange Tour zur Langkofelhütte an.

Wir starten früh, da für den Nachmittag Schauer vorhergesagt sind. Bis zur Tierser Alp sind die absolvierten Höhenunterschiede kaum der Rede wert. Auf weichen Untergrund kommen wir gut vorwärts. Auf Höhe des Einstiegs zum Maximilian Klettersteig müssen wir steil 200 Meter absteigen und diese Differenz moderat ansteigend hoch zur Tierser Alp Hütte wieder wett machen. Murmeltiere und Edelweiß am Wegesrand lassen die Steigung vergessen, so dass wir schnell die Tierser Alp erreichen. Nach kurzer Rast steigen wir nochmal 200m zum Pass Duron ab. Ab hier führt der Weg über die grüne hohe Schneid, stetig ansteigend hoch zur Plattkofelhütte. Auf dem Weg hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Seiser Alm. An der touristisch sehr erschlossenen Plattkofelhütte machen wir abermals nur eine kurze Rast. Gelegentlich zeigt sich mittlerweile die Sonne, der Wind pfeift jedoch heftig und kühlt unangenehm unseren verschwitzen Rücken.

Von der Plattkofelhütte müssen wir zunächst wieder gesamt 300m absteigen. Die Höhendifferenz verteilt sich angenehm über die Strecke bis zum Einstieg zum Langkofelkar. Wir erblicken die Langkofelhütte 260m über uns. Leider überwinden wir die Steigung über den sehr steilen Zufahrtsweg, da wir den Serpentinen Zustieg übersehen. Mittlerweile haben wir unserer Regenjacken an. Der Himmel verdunkelt sich zusehends, doch wir erreichen die Hütte genau zum Zeitpunkt als der Regen einsetzt.

In der Hütte ist es unangenehm kalt. Der Gastraum ist leer, deshalb ist der Ofen aus. Der Hüttenwirt heizt schnell den Ofen an. Bis dieser Wirkung zeigt, wärmen wir uns mit Tee. Zur Nacht sind nur 5 Gäste angemeldet, deshalb gibt es zum Abendessen nur ein Gericht. Hirtenmakkaroni mit frischem Salat. Sehr lecker und nötig nach der langen Tour. Während wir uns noch mit den anderen Gästen unterhalten, vernichten wir einen Liter Roten. Der Wirt gibt noch einen Grappa aus. Das wir danach schnell einschlafen, muss eigentlich nicht erwähnt werden. Vor dem Schlafen ist noch Körperpflege angesagt. Wieder nur kaltes Wasser. Gemein ist, dass neben dem Waschbecken die Duschkabine mit warmen Wasser für die Angestellten steht. Draußen regnet und stürmt es, als wir die Augen schließen. Für morgen ist schlechtes Wetter vorhergesagt.